Paul Ernst

Paul Ernst – ein Dichter der Neuklassik und seine griechischen Dramen
Vortrag und Lesung

 Mit Prof. Klaus Völker
Moderation: Ralf Gnosa

 Prof. Klaus Völker spricht auf Einladung der Paul-Ernst-Gesellschaft und des Griechisch-Deutschen Lesefestivals über Paul Ernsts Griechen-Dramen „Demetrios“, „Ariadne auf Naxos“ und „Kassandra“ und liest Szenen aus „Ariadne auf Naxos“. Klaus Völker  ist Theaterhistoriker, Dramaturg und Publizist, er arbeitete an Theatern in Zürich, Basel, Bremen und am Berliner Schiller Theater. Von 1993 bis 2005 war er Rektor der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Mitglied der Berliner Akademie der Künste und des PEN-Zentrums Deutschland, außerdem ist er Vorsitzender der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft und der Internationalen Hanns-Eisler-Gesellschaft.

Des Dichters Paul Ernst (1866-1933) literarische Tätigkeit verstärkte sich um die Jahrhundertwende. Er beginnt Dramen zu schreiben, orientiert sich an der griechischen Tragödie und sieht in Sophokles, Schiller und Hebbel seine Vorbilder. Ab 1903 in Weimar schreibt er seine dramatischen Hauptwerke: »Demetrios«, »Canossa«, »Brunhild«, »Ariadne auf Naxos« u.a. In den letzten fünfzehn Lebensjahren stehen Epen und Prosa im Vordergrund von Paul Ernsts Schaffen. 1931/32 wird ein von über einhundert Ordinarien der Geisteswissenschaften unterzeichneter Antrag an die Schwedische Akademie gestellt, Paul Ernst den Literaturnobelpreis zu verleihen, doch er stirbt im Mai 1933.