Wasserwelten

Am 15.07.2018 „Wasserwesen aus der Griechischen Mythologie“ in der Toskana Therme, Bad Sulza im Lektarium.

Wasserwelten2Thema dieses literarischen Aufgusses im Lektarium der Toskana Therme sind die Wasserwesen in den griechischen Mythen. Die ausgewählten Texte bilden einen kleinen Einblick in diese schier unendliche Welt.
Der Autor Steffen Marciniak ist in der 2. Hälfte des Jahres 2018 bis ins Jahr 2019 mit verschiedenen Programmen zur griechischen Mythenwelt unterwegs in Weimar und anderen thüringischen Städten. Sie finden im Rahmen des 5. Griechisch-Deutschen Lesefestivals statt und werden von der Deutsch-Griechischen Gesellschaft, Weimar veranstaltet.

In seinem Beitrag für die heutige Veranstaltung stellt er Auszüge aus seinen Novellen „NERITES oder Der Zauber der Meere“ (2018) und „HYLAS oder Der Triumph der Nymphe“ (2014) vor. In der ersten Geschichte geht es um Nerites, einen weithin unbekannten Meeresjüngling, den einzigen Sohn des Meergottes Nereus. Ihn rufen Seefahrer, wenn ihre Schiffe in Not geraten. Wie es dazu kam, erzählt die Geschichte. „Steffen Marciniaks Begeisterung gilt der klassischen Antike; genauer: der Mythenwelt des griechischen Altertums. Und diese Leidenschaft ist originär. Die Vertrautheit des Autors mit der griechischen Kultur ist dabei wohltuend. Sie trägt zur Glaubwürdigkeit der Fabel auf eine letztlich geheimnisvolle Weise bei.“ (Harald Gröhler). Die Novelle um Hylas entstand als erste in einer mittlerweile längeren Reihe an maythologischen Novellen. Hylas, Teilnehmer an der Fahrt der Argonauten nach Kolchis, sucht auf einem Landgang nach Trinkwasser und kommt an einen von einer Nymphe ewohnten See.
Einen sehr humoristischen Zugang in die Götterwelt der Antike beweist die lange in Griechenland und seit kurzem in Thüringen beheimatete Autorin und Gründerin des GriechischDeutschen Lesefestivals, Edit Engelmann, mit ihrer Kurzgeschichte „Poseidon war wütend“.

Der schon in der DDR bekannte Lyriker Ulrich Grasnick, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag (mit zwei neuen Lyrikbänden) feierte und der seit dem letzten Jahr den Ulrich Grasnick-Lyrikpreis auslobte, liest Gedichte mit Bezügen zur griechischen Mythologie, wie etwa zum hellseherischen Meeresgott Proteus oder zu Leda mit dem Schwan. Außerdem stellt er Gedichte rund um Wasser und Meer seiner 2009
erstorbenen Ehefrau, der Lyrikerin Charlotte Grasnick vor.

Wasserwelten1Die Autoren stellten weitere Texte vor, die für den Anthologie-Band „Griechische Einladung in die Mythologie“, hrsg. von Steffen Marciniak im Größenwahn Verlag (angekündigt für August 2018) ausgewählt wurden und einen Bezug zur Wasserwelt haben: die Kurznovelle „Antinous am Nil“ der griechischen Autorin Maria Ioanna Fakitsa. Darin geht es um Antinous, der wirklich lebte und um seinen rätselhaften Tod im Nil, um den sich Mythen ranken, die der Herrscher Roms, Kaiser Hadrian, mit einem wahren Antinous-Kult über die Zeiten rettete; auch die Geschichte „Aiolos. Von Götterzorn und Menschenlos“ von Alexander Günther Günther über das Schicksal des griechischen Helden Odysseus, der mit seinen über das Schicksal des griechischen Helden Odysseus, der mit seinen Schiffen an die Ufer der Insel des Windgottes Aiolos geschwemmt wird. Vorgestellt wird auch die Geschichte „Hylas auf Neeros“, eine Science Fiction-Version um den von einer Nymphe ins Wasser gezogenen Argonauten, geschrieben von dem in Schottland lebenden Björn Petrov. Außerdem geht es bei Anselm Retzlaff  um die Wassergöttin Nestis, die in der Vier-Elemen- um die Wassergöttin Nestis, die in der Vier-Elementen-Lehre des Empedokles dem Element Wasser zugeordnet ist. Sie spendet durch Tränen Wasser. Die letzte Geschichte ist eine Nymphengeschichte von Charlotte Ueckert, um die Quellnymphe Arethusa, der mit Alpheios ein die Lust suchender Flussgott nachstellt.

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